Fight 4 Rojava

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Erklärungen aus Deutschland

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    Jan. 29, 2026

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    Rheinmetall entwaffnen

    Internationaler Kobane-Aktionstag erfolgreich durchgeführt (27.01.2026)

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    Internationaler Kobane-Aktionstag erfolgreich durchgeführt (27.01.2026)

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    In ganz Deutschland sind am Montag, den 26.1. zahlreiche Aktivist:innen dem Aufruf zum Aktionstag „Kobane verteidigen“ gefolgt und haben ihre Solidarität mit der Selbstverwaltung in Nord- & Ostsyrien, auch genannt Rojava, und der dortigen Frauenrevolution zum Ausdruck gebracht.

    Vor genau 11 Jahren, am 26. Januar 2015, befreiten die Selbstverteidigungskräfte YPJ und YPG, unterstützt von der Bevölkerung vor Ort, die Stadt Kobane vom Terror des sogenannten Islamischen Staates (IS). Dieser Sieg ist bis heute ein Zeichen der Hoffnung und ein Vorbild für den Aufbau von einer basisdemokratischen Gesellschaft.

    Und genau heute wird Kobane erneut von dschihadistischen Milizen angegriffen, dieses mal unter der Führung der syrischen Übergangsregierung. Der selbsternannte Übergangspräsident al‑Scharaa, auch bekannt unter seinem Kampf-Namen Abu Muhammad al‑Dscholani, will mit seinen Truppen die Selbstverwaltung, die 12 Jahre lang in der Region bestand hatte, zerschlagen und damit die Rechte von Frauen und vielen verschiedenen Minderheiten faktisch abschaffen. Was aber vor allem auch gerade in diesem Moment in Rojava abläuft ist ein Massaker an der kurdischen Zivilbevölkerung in den Gebieten, die die Dschihadisten erobern konnten.

    Verschiedene Aktionen deutschlandweit

    Neben den bereits jeden Tag stattfindenden Demonstrationen, meist organisiert von kurdischen Initiativen, kam es rund um den Aktionstag, welcher von „Rheinmetall entwaffnen“, „Women Defend Rojava“ und „Riseup for Rojava“ ausgerufen wurde, zu unterschiedlichen Aktionen.

    Bereits am Sonntag gab es in Villingen-Schwenningen eine kämpferische Demonstration, bei der die verschiedenen Redner:innen die Komplizenschaft der EU und der BRD mit Dscholani veurteilten.

    Am Montag wurden in zahlreichen Städten wie Kassel, Frankfurt, Kiel, Nürnberg und Zürich große Banner aufgehängt, um auf die Angriffe aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass der Widerstand in Rojava hier in Europa mit voller Kraft und Entschlossenheit unterstützt wird. Damit sollte auch das faktische Verschweigen der stattfindenden Verbrechen gegen Minderheiten in Syrien und dessen Hintergründe in deutschen Medien sichtbar gemacht werden.

    Besetzungen

    Auch kam es von Aktivist:innen zu mehreren Besetzungen: in Köln wurde der Hörsaal 2 der Universität besetzt und die deutsche Mittäterschaft am Massaker und den Angriffen auf die Selbstverwaltung verdeutlicht und angeprangert. Auf dem Gelände wurden viele Studierende direkt angesprochen und zu der Besetzung eingeladen. Im Hörsaal selber wurden die Studierenden über die aktuelle Lage informiert und für kommende Aktionen in Köln aufgerufen.  Ähnlich gingen die Besetzungen der Universitäten in Leipzig und Duisburg von statten, wo viele Studierende erreicht wurden, als verschiedene Hörsääle gestört wurden.Auch gab es Banner, Flyer und in Köln einen Die-In um auf die unzähligen Opfer der dschihadistischen Gewalt hinzuweisen, die es seit Anfang des Monats gibt.

    Gegen Montagmittag kam es zur Besetzung der CDU-Zentralen in Köln und Stuttgart. Auch hier wurde darauf hingewiesen, dass die deutsche Bundesregierung die Geschehnisse tot schweigt und sogar die dschihadistische Regierung mit finanziellen Mitteln unterstützt. Zusätzlich wurde angeprangert, dass an den NATO-Partner Türkei verkaufte Waffen aus Deutschland an den aktuellen Angriffen und Massakern beteiligt sind. Die Aktivist:innen besetzten gezielt die CDU, da der Bundeskanzler Merz noch letzte Woche den Kriegsverbrecher Al-Scharaa in Berlin empfangen wollte und weiterhin eine enge Zusammenarbeit anstrebt. So äußerte eine Aktivistin in Köln: „Wir akzeptieren nicht, dass ein Kriegsverbrecher wie Scharaa in Deutschland hofiert wird, obwohl seine Verbrechen weltweit sichtbar sind. Dies passiert unter anderem, weil die CDU unbedingt Abschiebungen nach Syrien verwirklichen will – egal wie die Verhältnisse und Gefahren vor Ort sind. Wir fordern, dass die Bundesregierung und allen voran die CDU ihr Schweigen beendet und klar Position bezieht: gegen Dschihadismus und für ein demokratisches Syrien, in dem alle Menschen Platz haben!“

    Blockade

    In Berlin wurde heute der Eingang zum auswärtigen Amt mit Entschlossenheit blockiert und die deutsche Bundesregierung aufgefordert, das Schweigen zu brechen und die demokratische Selbstverwaltung in Nord- & Ostsyrien anzuerkennen. Die Aktivist:innen machten in aller Deutlichkeit klar: die Frauen, die damals Kobane befreit und den IS zerschlagen haben, die eine demokratische, feministische Revolution erkämpft haben, werden nun von den Banden der dschihadistischen HTS ermordet, versklavt und ihre Leichen geschändet. Daran anknüpfend wurden in Berlin lebensgroße Plakate von Kämpfer:innen der Volksverteidigungseinheiten verklebt, um die Verteidigung des demokratischen Projekts und der Frauenrevolution im Stadtbild sichtbar zu machen.

    Markierung

    In der Nacht auf Montag haben Aktivist:innen in München den deutschen Waffen- und Kriegskonzern „Hensoldt“ in München besucht und mit den kurdischen Farben markiert. Mit deiser Aktion wird auf die Verstrickungen der deutschen Politik und Rüstungsindustrie in diesen Krieg aufmerksam gemacht und aufgezeigt, in welchem Ausmaß diese Akteure vonm Kriegsgeschen profitieren.

    Aktiv gegen Krieg – Solidarität mit dem Widerstand

    Neben den benannten Aktionen haben unterschiedliche weitere Aktivitäten stattgefunden. Damit haben heute unzählige Aktivst:innen erneut gezeigt, dass die Solidarität mit der Bevölkerung Nord- & Ostsyriens und der Frauenrevolution ungebrochen ist. Dieser Kobane-Aktionstag ist aber nur der Anfang, auch in den nächsten Tagen sind viele Aktionen und Demonstrationen geplant, um die Mittäter in der EU und in Deutschland zur Rechenschaft zu ziehen und auf die Situation in Nord- Ostsyrien aufmerksam zu machen.

    Quelle: https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/presse/pressemitteilungen-2026/

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    Jan. 29, 2026

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    FAU

    FAU: „Solidarität mit allen demokratischen Kräften Syriens“

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    FAU: „Solidarität mit allen demokratischen Kräften Syriens“

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    Eine Erklärung des Internationalen Komitees der FAU

    Seit dem Fall von Baschar al-Assad kommt Syrien nicht zur Ruhe. Nach den großen Hoffnungen auf einen demokratischen Aufbruch in Syrien versinkt das Land in den letzten Tagen und Wochen erneut in Gewalt und Unterdrückung – nun durch den – auch in Deutschland hofierten und finanzierten – ehemaligen al-Quaida-Kämpfer Ahmed al-Scharaa. Wir fordern alle solidarischen Arbeiter:innen Deutschlands auf, gemeinsam für die Verteidigung der Autonomen Selbstverwaltung Nord-Ost-Syriens und aller anderen demokratisch-opositionellen Kräfte Syriens und gegen die zunehmend agressive Außenpolitik der NATO-Staaten auf die Straße zu gehen.

    Die weltberühmte Stadt Kobanê sieht sich heute wieder von islamistischen Kämpfer:innen umzingelt, von Strom und Trinkwasserversorgung abgeschnitten. 2014 widerstanden hier die Kämpfer:innen der Autonomen Selbstverwaltung Nord-Ostsyrien dem sogenannten Islamischen Staat – und leiteten damit sein Ende ein. Damals von der Welt gefeiert, sind die Einwohner:innen von Kobanê heute allein gelassen, die Welt schaut weg. Ähnlich ergeht es Christen, Drusen und Alewiten und v.a. der feministischen und demokratischen Opposition im Land. Das neue, islamistische Regime festigt sich und begräbt die Hoffnung an die demokratischen Aufbrüche Syriens von 2011 anzuschließen.

    Die westliche Welt schweigt dazu. Die islamistischen Milizen der neuen Regierung, die erneut vergewaltigend und köpfend in die kurdischen Gebiete einfallen, wurden vom NATO-Staat Türkei in vielen Fällen höchstpersönlich ausgebildet, bewaffnet und finanziert. Auch die Türkei selbst griff immer wieder die Autonome Selbstverwaltung an, oft genug mit Hilfe deutscher Waffen wie dem Leopard II Panzer und ermordete viele tausend Menschen.

    Unsere Gedanken, unsere Tränen, unsere Wut sind mit den vielen Menschen, die aktuell in Syrien weiterhin um Frauenrechte, um ein Mindestmaß an Demokratie, um Menschenrechte und das nackte Überleben kämpfen. Viele Mitglieder unserer Gewerkschaftsinternationalen waren in den vergangen Jahren selbst vor Ort, als Ärzt:innen und Helfer:innen. Manche blieben dort, getroffen von den Kugeln des selbsternannten islamischen Staates oder durch die Bomben des NATO-Staats Türkei.

    Am 5. Januar fand in Paris ein Treffen zwischen Vertreter:innen der sogenannten Übergangsregierung, der Türkei, Israel und westlichen Staaten statt. Das Ziel: Die Einigung auf eine Aufteilung Syriens. Israel sollte die südlichen Teile besetzt halten dürfen und die Türkei Einfluss in den nördlichen Gebieten. Nachdem die US-geführte Koalition ab 2014 die Kurd:innen für den Kampf gegen den IS unterstützt hatte, lässt sie nun jede Kooperation fallen und überlässt die Autonomiegebiete sich selbst, die nicht nur unter hohen Verlusten ISIS zurückgeschlagen haben, sondern seitdem die reale Gefahr seines Wiederauflebens in Schach halten.

    Syrien ist ein Beispiel von vielen, dass die “Werte des Westens” nicht viel mehr sind, als Lügen und Kriegspropaganda. Das Einstehen für Demokratie endet spätestens an der Staatsbürgerschaft und der Außengrenze. Oder wie Friedrich Merz kürzlich in Davos den kanadischen Präsidenten Mark Carney zitierte: “wir dürfen uns nicht auf die Macht unserer Werte verlassen, wir müssen den Wert unserer Macht erkennen”. In der USA werden vom Autokraten Trump mittlerweile auch im Inland Mittel militärischer Besetzung, gezielte Tötungen und Massendeportationen eingesetzt. Im NATO-Staat Türkei ist das seit über 20 Jahren Normalität. Nachdem “der Westen” in der Zeit des kalten Krieges islamistische Milizen hochrüstete um die Sowjet-Union in Afghanistan in die Knie zu zwingen, erstickte er die gesamte Region im Kampf gegen den Islamismus im Blut um heute wiederum Islamisten an die Macht zu bringen.

    Es ging den westliche Staaten nie um Demokratie, nie um die Rechte von Frauen oder Minderheiten. Der Westen hat keine Werte, außer einem: Den Weg für das Kapital frei zu bomben. Wo er Demokratien stützt, passiert das zufällig. Auch wenn sich die Staatschefs im Systemvergleich mit China, nach den Gräuel vom 7. Oktober 2023 oder der Invasion des russischen Diktators in die Ukraine aufplustern: Sie haben keine Moral und Überzeugungen, sie haben nur machtpolitisches Kalkül. Wenn die Feinde der NATO in ein Land einmarschieren, ist es ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, wenn die NATO einmarschiert, berechtigte Sicherheitsinteressen. Wenn die Feinde Israels morden und vergewaltigen, rechtfertigt das einen der größten Massenmorde des 21. Jahrhunderts, wenn die Freunde der Türkei vergewaltigen und morden, schicken wir Millionen von Euro, Panzer und Munition.

    Es geht nicht darum, ob die Autonome Selbstverwaltung eine perfekte Demokratie ist. Es reicht, dass dort Menschen für Demokratie, Frauenrechte und Ökologie kämpfen – und dafür seit 15 Jahren täglich ihr Leben riskieren. Und wenn wir euch zum Protest aufrufen, wissen wir, dass Protest allein nichts ändert. Wir müssen uns organisieren, wir müssen die Kriegsmaschinerie bestreiken und sabotieren können. Wir müssen unterbinden können, dass Profit aus den Leichen unserer Freund:innen und Genoss:innen geschlagen wird. Aber wenn wir uns nicht einmal mehr empören, nicht einmal protestieren, wenn wir nicht mehr auf den Straßen unser “Nein!” zum Schweigen der Medien und den Lügen der Politik abgeben – dann haben wir schon verloren. Und zwar wir alle.

    Nieder mit allen Tyrannen, Jin, Jiyan, Azadî!

    Quelle: https://www.fau.org/artikel/solidaritaet-mit-allen-demokratischen-kraeften-syriens-nieder-mit-erdogan-und-al-scharaa

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    Jan. 29, 2026

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    Bund der Kommunist:innen

    Widerstand ist Leben!

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    Widerstand ist Leben!

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    „Noch geb ich nicht den Sieg verloren.
    Mein Blut drängt vor durch Rauch und Schlacht,
    steht auch die ganze Welt verschworen
    mit Satans ganzer Höllenmacht.

    Des Feinds vergiftete Geschosse
    umschwirren meine Seele wild.
    Jedoch der Mut ist mein Genosse,
    und meine Liebe ist mein Schild.

    Und ruht der Kampf in fernen Stunden
    und Friede kehrt ins Herz mir ein,
    dann werden meine heiligen Wunden
    das Mal beglückter Menschheit sein.“

    – Erich Mühsam

    Das Projekt des demokratischen Aufbruchs und die Errungenschaften der Frauenbefreiung in Rojava steht vor der Vernichtung. Mit dem Verrat der arabischen Clans (allen voran der Shammar-Clan) an den Syrisch-Demokratischen Kräften (SDF) und ihrem Überlaufen zur islamistischen Hai’at Tahrir al Sham (HTS/Al Qaeda) ist die SDF und die demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ost-Syrien zusammengebrochen. Es zeichnet sich eine katastrophale Lage ab, in der das kurdische Volk und seine Verteidiger:innen, die Volks- und Frauenverteidigungskräfte der YPG und YPJ, um ihre Existenz kämpfen. Die militärischen Strukturen haben die Generalmobilmachung des Volkes und den Volkskrieg ausgerufen. Das Volk in Nordkurdistan ist auf den Straßen und versucht, wie schon 2014, die Mauern der Türkei niederzureißen und der Bevölkerung Rojavas zur Hilfe zu kommen. Tausende Menschen aus Südkurdistan überschreiten in diesen Stunden die Grenze. Von allen internationalen „Partnern“ verlassen, besinnt sich das kurdische Volk auf die nationale Einheit, sucht die Kraft zum Widerstand in sich selbst.

    Islamismus für den Westen

    Hervorgerufen wurde diese Situation durch die imperialistische Übereinkunft der USA, der EU und der Türkei. Das letzte grüne Licht für die Vernichtung der demokratischen Revolution in Rojava kam von Israel am 05. Januar. Bei dem Treffen mit Al-Jolani scheinen alle notwendigen Garantien gegeben und alle Absprachen getroffen worden zu sein. Der Al-Qaeda Kopfabschneider Al-Jolani ist der neue starke Mann des Westens, der ihre blutrünstigen Interessen gut vertreten wird. Die Konsequenz ist, dass mit dem Segen der internationalen Koalition tausende IS-Kämpfer von ihren syrisch-arabischen Glaubensbrüdern befreit wurden und wir im Stundentakt Videos ihrer Gräueltaten an den Freiheitskämpfer:innen der YPJ und YPG und am kurdischen Volk sehen. Wie einst in der Pariser Kommune oder in der Kommune von Baku, wie so oft, wenn Menschen für Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung aufgestanden sind, ist die Antwort der Herrschenden brutale Unterdrückung und Gewalt mit dem Ziel der dem Volk die abgeworfenen Ketten wieder anzulegen.

    Das Volk Kurdistans kehrt zurück an die Waffen


    In dieser historischen Situation, wo die Opportunisten der DEM-Partei sich um Illusionen eines Friedens mit den Faschisten sorgen, schließen wir uns dem Aufruf nach weltweitem Widerstand an. Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass die Strukturen der Selbstverwaltung der faschistischen Koalition nicht standhalten können werden. Dennoch, in dieser Stunde der Einsamkeit der Kurd:innen, bestehen wir umso mehr auf den Prinzipien der internationalen Solidarität. Das kurdische Volk wird weiter existieren und um seine Freiheit und Unabhängigkeit in allen vier Teilen Kurdistans kämpfen.

    Unsere Geschwister nicht alleine lassen – internationale Solidarität jetzt!


    Es gibt viele Lehren die wir als Kommunist:innen aus den schmerzlichen Entwicklungen der letzten Tage und Jahre ziehen müssen. Heute kann unser Aufruf allerdings nur der zum Widerstand sein! Unterstützen wir unsere kurdischen Brüder und Schwestern in ihrer gerechten Wut und ihrem Ruf nach Freiheit und Unabhängigkeit auf den Straßen! Unterstützen wir all jene freiheitsliebenden Menschen die vor Ort humanitäre Hilfe leisten! Zeigt euch in euren Städten solidarisch, beteiligt euch an Aktionen, organisiert euch!


    Wir grüßen all jene die in den vergangenen Tagen die kolonialen Grenzen zwischen Nord-, Süd- und Westkurdistan aufgerissen haben. Wir sind im Herzen bei unseren Genoss:innen im belagerten Kobane, auf den Straßen von Qamischli, Hassake, Derik und Amude. Widerstand ist Leben!

    Nieder mit der arabisch-islamistischen Reaktion!
    Nieder mit dem türkischen Faschismus!
    – Tod dem Imperialismus!
    Freiheit und Unabhängigkeit für alle vier Teile Kurdistans!
    Eslebe der Kampf der unterdrückten Völker, eslebe die Revolution!

    Bund der Kommunist:innen, Januar 2026

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    Jan. 26, 2026

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    Riseup4Rojava

    Verteidigt die Rojava Revolution jetzt!

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    Verteidigt die Rojava Revolution jetzt!

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    Die Revolution von Rojava ist existenziell bedroht! Jihadistische Gangs sammeln sich im Namen des Jolani-Regimes unter der Führung der Türkei, um die Revolution zu zerschlagen. Die aktuellen Angriffe auf Nord- und Ostsyrien sind ein Versuch, die Einheit der Völker, der Kurd:innen, Araber:innen, Alawit:innen und Armenier:innen anzugreifen. Während sie der Frauenrevolution die Kapitulation aufzwingen wollen, hat der Widerstand von Sheikh Maqsoud bewiesen, dass sich diese Revolution niemals ergeben wird. In Rojava wurde heute Morgen die Generalmobilmachung ausgerufen. Die Jugend und Frauen, die Völker der Region, sind bereit, Widerstand zu leisten und den Geist der Revolution zu stärken. Als Internationalist:innen rufen wir dazu auf, in Europa, Abya Yala und überall auf der Welt ebenfalls mobilzumachen.

    Wir müssen jetzt für alle Völker, die nach Freiheit kämpfen, aufstehen und die Revolution auf jede mögliche Weise verteidigen. Die Revolution, die gegen das Assad-Regime aufgestanden ist, das IS-Kalifat zu Fall brachte und in dieser Zeit zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung geworden ist, kann ein weiteres Mal über die gleiche Mentalität siegen. Die revolutionäre Kraft kommt nicht von irgendeiner äußeren Kraft, sondern es ist die Kraft der vereinten Menschen und Völkder, es ist unsere Kraft. Wir rufen alle auf, sich um die Selbstverteidigungskräfte zu sammeln. Wir stehen auf und rufen „Widerstand ist Leben!“.

    Werdet aktiv gegen die Verantwortlichen dieses Krieges!
    Blockieren, Stören, Besetzen!
    Lang lebe die Revolution von Rojava!

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    Jan. 25, 2026

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    Kommunistischer Aufbau

    Stellen wir uns auf die Seite der unterdrückten Völker Westasiens!

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    Stellen wir uns auf die Seite der unterdrückten Völker Westasiens!

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    Westasien ist und bleibt ein Knotenpunkt der konkurrierenden Interessen von imperialistischen und regionalen Mächten. Besonders die letzten Wochen haben diese Tatsache erneut deutlich und auf brutale Weise unterstrichen. Diese Situation führt zu einem besonders scharfen und dynamischen Kampf zwischen den Völkern dieser Region auf der einen Seite und den sie unterdrückenden diktatorischen Regimen und anderen reaktionären und religiös-fundamentalistischen Kräften auf der anderen Seite.

    Das Massaker im Iran

    Einer der mächtigsten Staaten der Region ist der Iran. Das dort herrschende Regime gilt zurecht als eines der brutalsten und reaktionärsten. Seine politischen und militärischen Ambitionen erstrecken sich weit über die Grenzen des eigenen Landes hinaus. Gerade deshalb ist das Land seinen regionalen Konkurrenten wie Israel, Saudi-Arabien oder der Türkei ein Dorn im Auge, ebenso dem US-Imperialismus und seinen Verbündeten wie Deutschland.

    Doch trotz dieser relativen Stärke ist die Herrschaft des fundamentalistischen Regimes in Teheran äußerst instabil. In den letzten Jahren wurde es mit großer Regelmäßigkeit von Massenprotesten erschüttert, bei denen sich jeweils der Kampf gegen die politische und soziale Unterdrückung mit der Verzweiflung über eine sich immer mehr zuspitzende ökonomische Situation der Bevölkerung verbanden.

    Die Aufstände zum Jahreswechsel 2019/2020 brachen aus, nachdem das Regime die Benzinpreise angehoben hatte und somit einen sprunghaften Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten verursachte. Unvergessen sind hier auch die wochenlangen Proteste im Jahr 2022, nachdem die junge Kurdin Jina Amini von iranischen Sicherheitskräften totgeschlagen wurde. Sie trugen die Parole „Frauen, Leben, Freiheit“ nicht nur in die ganze iranische Gesellschaft, sondern machten sie auch international bekannt.

    In dieser Tradition steht auch die Protestwelle im Dezember 2025 und Januar 2026. Möglich, dass es dem iranischen Regime gelungen ist, die Wut des eigenen Volkes vorläufig im Blut zu ersticken, indem es Tausende Protestierende erschießen ließ. Doch sicher ist, dass die Ursachen für die immer wiederkehrenden Massenaufstände im Iran nicht beseitigt wurden, vielmehr hat das brutale Massaker an den Demonstrant:innen nur neue Gründe für den Kampf gegen Unterdrückung hinzugefügt.

    Rojava wird angegriffen

    In Syrien eskaliert währenddessen der Kampf darum, welchen Charakter das Land nach dem Sturz von Assad vor über einem Jahr annehmen soll. Im Fokus steht hierbei der Konflikt zwischen dem neuen Regime in Damaskus und den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) unter politischer und militärischer Führung der Selbstverwaltung in Rojava. Auf Seiten der Regierung stehen dabei außerdem zahlreiche weitere fundamentalistische Milizen und Söldnergruppen, zum Teil in der benachbarten Türkei ausgebildet und ausgerüstet, die schon seit Jahren immer wieder Angriffe gegen die kurdische Selbstverwaltung führen.

    Die aktuelle Offensive hat ganz offenbar das Ziel, nun mit Gewalt Tatsachen zu schaffen, wo sich die Selbstverwaltung in Rojava und das neue Regime bei vorherigen Verhandlungen nicht einig geworden sind. Klar ist dabei, dass der ehemalige HTS-Führer und jetzige Präsident Syriens Joolani nicht nur das Ziel verfolgt, möglichst große Teile des Landes und die wertvollen Erdölfelder im Osten zu kontrollieren.

    Die Existenz von autonom verwalteten kurdischen Gebieten mit einer fortschrittlichen, demokratischen Ausrichtung steht an sich im Widerspruch zur Agenda der neuen Regierung in Damaskus, die aus einer reaktionären, fundamentalistischen Tradition stammt. Zu diesem Verständnis passt vor allem nicht die Rolle der Frau im Aufbau der Selbstverwaltung der Region.

    Hier treffen sich ihre Interessen mit denen der benachbarten Türkei, die während der stagnierenden Friedensverhandlungen mit PKK-Führer Öcalan zugleich weiterhin jedes Interesse daran hat, dass Rojava als Vorbild von Demokratie, Rechten nationaler Minderheiten und Frauenbefreiung im Nachbarland zerstört wird.

    Die Imperialisten kennen nur ihre eigene Agenda

    Die Imperialisten bemühen sich nach Kräften jede dieser Entwicklungen in ihrem Interesse zu lenken und auszugestalten. Dabei zeigen sie deutlich, dass sie keine Bündnispartner der unterdrückten Völker sein können, sondern ihnen lediglich Unterstützung zusagen, solange es ihren unmittelbaren Interessen nützt.

    So bemühen sich die USA in Syrien um eine Beilegung des Konflikts, jedoch zu den Konditionen der neuen syrischen Regierung. In dieser Hinsicht vielsagend ist, dass ein Sondergesandter der USA am 18. Januar in Damaskus anwesend war, als der neue Präsident bereits ein angebliches Waffenstillstandsabkommen verkündete, das die Übergabe großer Gebiete an die Zentralregierung und die Integration der SDF-Kräfte auf individueller Basis in die Streitkräfte vorsieht. Mazlum Abdi, der Oberkommandierende der SDF hingegen, wird erst am 19. Januar in der Hauptstadt erwartet. Während der ehemalige Präsident Assad aus Sicht der westlichen Imperialisten ein klarer Gegenspieler und enger Verbündeter Russlands war, bemüht man sich nun um florierende Beziehungen zu den neuen Machthabern in Damaskus. Auch in Berlin wurde Joolani ursprünglich am 19. Januar erwartet, um eine „intensivere“ Zusammenarbeit des deutschen Imperialismus mit dem Regime zu diskutieren.

    Es ist zu hoffen, dass das unterdrückte iranische Volk diese Entwicklung wahrnimmt und verfolgt. Denn auch hier versuchen die Großmächte der NATO, nach Kräften die Proteste und brutalen Massaker als Vorwand zu nehmen, um ein noch aggressiveres Vorgehen gegen den Iran zu rechtfertigen. Die USA beispielsweise verlegen bereits einen weiteren Flugzeugträger in die Region und drohen mit militärischen Schlägen.

    Deutlich wird der zynische Charakter imperialistischer Machtpolitik auch durch die Worte des deutschen Außenministers Wadephul, der die Proteste im Iran als direkte Folge westlicher Sanktionen einordnete. Natürlich verschwieg er dabei, dass dieser Zusammenhang, wenn überhaupt, nur besteht, weil die Sanktionen zur permanenten Wirtschaftskrise im Iran beitragen und somit indirekt die bittere Armut und Perspektivlosigkeit einer Bevölkerung von fast 100 Millionen Menschen mitverursacht haben.

    Der Platz der Kommunist:innen: An der Seite der unterdrückten Völker!

    Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich klarzumachen, wo wir als Kommunist:innen in diesen Konflikten Position beziehen müssen. Als kommunistische Bewegung ist es nicht unsere Rolle zu taktieren, zu lavieren, wie es Imperialisten und Regionalmächte in Westasien seit Jahrzehnten tun. Unser Platz ist an der Seite der unterdrückten Völker, im Kampf gegen Ausbeutung, Besatzung. Ihre Kämpfe für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung sind legitim.

    Wie sich welche Imperialisten dazu verhalten, ist wichtig zu begreifen und zu entlarven. Aber es darf nichts an unserer grundsätzlichen Solidarität als Kommunist:innen im imperialistischen Zentrum Deutschland ändern. Ob die Imperialisten aus ihren eigenen Interessen heraus, diese Kämpfe in einem bestimmten Moment anfeuern und bejubeln, um sie als Rechtfertigung für neue Kriege, Militärschläge und Regimewechsel zu verwenden; oder in einem anderen die Appelle an die Weltöffentlichkeit wie von den Vertreter:innen Rojavas weitgehend ignorieren, entscheidet nicht über unsere Solidarität.

    Unser Hauptfeind ist und bleibt dabei natürlich der deutsche Imperialismus und es ist unsere Pflicht, seine imperialistische Außenpolitik zu entlarven, besonders, weil sie oft in einer besonders heuchlerischen, pseudo-demokratischen Gestalt daherkommt. Die wichtigste Form der Solidarität für die unterdrückten Völker besteht aber nicht darin, sie vor dem deutschen Imperialismus zu warnen, den sie ohnehin schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten kennen, sondern darin, unsere Anstrengungen für eine sozialistische Räterepublik Deutschland zu vergrößern. Nur ein solches Deutschland kann aufrichtig an der Seite der vom Imperialismus Unterdrückten überall auf der Welt stehen. Bis dahin werden wir den Druck auf den deutschen Imperialismus erhöhen und all seine Verbrechen und Unterstützung für die Ausplünderung Westasiens angreifen.

    Wir stehen an der Seite der kämpfenden Völker in Westasien!

    Verteidigen wir das demokratische Rojava und die Frauenrevolution!

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    Jan. 25, 2026

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    Perspektive Kommunismus

    Wann, wenn nicht jetzt? Die Revolution in Rojava verteidigen!

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    Wann, wenn nicht jetzt? Die Revolution in Rojava verteidigen!

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    Die Ereignisse in Syrien überschlagen sich.

    Nachdem das syrische Regime bereits in den letzten Wochen kurdische Stadtteile in Aleppo angegriffen hat, ist es nun zum zum Generalangriff auf die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien übergegangen. Mittlerweile sind die mehrheitlich arabischen Städte unter Kontrolle des syrischen Regimes, in anderen Teilen Rojavas wird nach wie vor heftiger Widerstand geleistet. Insbesondere Kobane, eine Stadt, die wie sonst keine für den Widerstandsgeist Rojavas steht, ist aktuell eingekesselt durch die islamistischen Milizen unter Führung Jolanis.

    Ohne wirklich tief in die militärische Situation vor Ort einzusteigen, lässt sich Eines klar sagen: Die Situation ist verdammt ernst. Es geht im Moment um alles. Es geht darum, ob Rojava fortbesteht oder fällt.

    Rojava wurde niemandem Geschenkt, Rojava wurde erkämpft!

    Das merkt man auch jetzt. Tausende reißen Grenzzäune nieder und versuchen nach Rojava zu gelangen, um sich an der Verteidigung zu beteiligen. Die Selbstverwaltung hat die Generalmobilmachung ausgerufen. Jede Zelle der Gesellschaft beteiligt sich nach ihren Möglichkeiten an der Selbstverteidigung.

    Internationalist:innen greifen zu den Waffen und rufen weltweit dazu auf jetzt nach Rojava zu kommen. Auf der ganzen Welt strömen Menschen auf die Straßen um auf die Geschehnisse aufmerksam zu machen, ihren Genoss:innen Solidarität und Kraft zu schicken.

    Die Errungenschaften Rojavas und der kurdischen Freiheitsbewegung sind immens.

    Rojava ist ein Leuchtfeuer im sonst so reaktionären 21. Jahrhundert. Es hat gezeigt, dass auch heute noch eine revolutionäre Perspektive real werden kann, dass es inmitten von Barbarei und Reaktion möglich ist, demokratische Rätestrukturen, Frauenbefreiung, Ökologie und ein multi-ethnisches Zusammenleben praktisch werden zu lassen. Gleichzeitig war das Projekt nie eine Insel der Glückseligkeit. Der jahrelange, auf Zermürbung zielende niedrigschwellige Spezialkrieg der Türkei, ökonomische Herausforderungen und selbstverständlich auch verschiedenste Widersprüche in der Bevölkerung, gehören genauso zur Realität Rojavas, wie die Errungenschaften.

    Wesentlich ist: Es ist ein authentischer revolutionärer Versuch, in dem die Bevölkerung keine bloße Zuschauerrolle einnimmt. Mit der Entwicklung des revolutionären Volkskriegs hat die kurdische Bewegung eine Strategie entworfen, die große Teile der Gesellschaft in die Selbstverteidigung miteinbezieht, die politische, soziale und militärische Elemente miteinander verbindet.

    Und nicht zuletzt war Rojava immer ein internationalistisches Projekt. Es war immer – auch jetzt noch – möglich, sich daran zu beteiligen, einzutauchen und auch praktische Erfahrungen zu sammeln.

    Die Imperialisten sind Feinde Rojavas!

    Dass der Westen ein revolutionäres Projekt nicht dauerhaft dulden wird, war klar. Das Bündnis mit den SDF im Rahmen der „Anti-IS-Koalition“ war immer rein taktischer Natur. Dass die USA und auch der Rest der NATO nun grünes Licht für den Vernichtungsfeldzug gegen Rojava geben, war zumindest langfristig gesehen absehbar. Nachdem die freidrehenden IS-Banden etwas eingehegt werden konnten und Assad gestürzt wurde, bietet das neue syrische Regime den westlichen Imperialisten nun die Möglichkeit ihren Einfluss in der Region weiter auszubauen und auf Ressourcen zuzugreifen.

    Nur wenige Tage nachdem die Jolani-Dschihadisten Anfang Januar mit ihrer Offensive gegen kurdische Stadtteile Aleppos, mit Massakern und Verschleppungen begannen, hat die CDU-Politikerin von der Leyen dem Regime im Namen der EU-Kommission 620 Millionen Euro Finanzhilfe für die nächsten zwei Jahren zugesichert. Deutlicher geht es nicht.  

    Auch die deutsche Regierung unter Friedrich Merz hat mit der nun verschobenen Einladung Jolanis nach Berlin klar gezeigt, dass sie auf der Seite der Reaktion steht und kein Interesse am Fortbestehen der einzigen Demokratie im Nahen- und Mittleren Osten hat. Sie strebt eine engere Kooperation mit der türkischen Rüstungsindustrie an und setzt Erdogans Repression gegen türkische und kurdische Linke auch hier im Land fort.

    Strategisch gesehen sind alle imperialistischen und kapitalistischen Länder, die in der Region um ihre Interessen ringen, Feinde der Revolution: sie wollen eine Konterrevolution. Eine Region unter demokratischer Kontrolle der Bevölkerung, die sich nicht entlang ethnischer Grenzen spalten lässt, ist das Letzte was sie wollen – darin sind sie sich mit den Reaktionären vor Ort einig.

    Sie wollen keine Selbstbestimmung in den kurdischen Gebieten, geschweige denn einen Staat mit sozialistischen Elementen. Denn das würde alle kapitalistischen Länder in der Region schwächen. Da wird lieber in Kauf genommen, dass zehntausende IS-Dschihadisten, die jahrelang von der Selbstverwaltung in Rojava gefangen gehalten wurden, die Region – und auch den Westen selbst – wieder mit Terror überziehen können. Behütet von der Türkei und dem Jolani Regime.

    Jetzt oder nie!

    Jetzt müssen wir alle auf die Straße gehen, die Doppelmoral der deutschen Politik entlarven und internationalen Druck gegen den Angriffskrieg aufbauen. Der Kurs der herrschenden Politik in Richtung autoritärer Staat und Militarisierung, ihr strategisches Interesse an einem prowestlichen Syrien und an einem guten Verhältnis zum NATO-Partner Türkei wird sich nicht durch Apelle an eine vernünftige oder menschlichere Außenpolitik verändern.

    Die Veränderung entsteht von unten. Überall auf der Welt finden massenhafte Proteste statt. Schließt euch ihnen an!

    Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Aktionen gegen deutsche Regierung, gegen die deutsche Kriegsindustrie und alle Profiteure des Krieges sind in der aktuellen Phase wichtig. Wenn wir hier vor Ort den deutschen Imperialismus bekämpfen, ist das die beste Art und Weise, unsere Solidarität zu zeigen und den Widerstand der Freiheitskämpfer:innen zu unterstützen.

    Kobane und Rojava wurden auch in der Vergangenheit mit Hilfe einer breiten internationalen Solidaritätsbewegung, die in zahlreichen Ländern kämpferisch auf der Straße gegangen ist gegen den IS verteidigt. Diese internationalistische Dynamik stärkt antikapitalistische und revolutionäre Linke weltweit.

    Lasst uns nun die Revolution gegen das syrische Regime und den NATO Imperialismus verteidigen!

    Biji berxwedana Rojava!

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    Jan. 22, 2026

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    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ nach Syrien startet in Hannover – Teilnehmende protestieren gegen Kriegsverbrechen der syrischen Armee und rufen zur Teilnahme auf

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    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ nach Syrien startet in Hannover – Teilnehmende protestieren gegen Kriegsverbrechen der syrischen Armee und rufen zur Teilnahme auf

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    22.1.2026, Hannover – Heute um 16 Uhr wurde auf einer Pressekonferenz, die im Rahmen einer Großdemonstration in Hannover stattfand, die Karawane der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziele der internationalen Karawane ist es, das internationale Schweigen angesichts der Verbrechen des syrischen Militärs zu durchbrechen und ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzten. Ihr Reiseziel ist die kurdische Stadt Kobane in Syrien, die derzeit vom Militär der islamistischen Übergangsregierung des syrischen Staates angegriffen wird.

    Seit Anfang Januar ist der Krieg in Syrien erneut ausgebrochen. Die islamistische Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa hatte die überwiegend kurdisch und christlich bewohnten Viertel der syrischen Stadt Aleppo mit schweren Waffen angegriffen und Zehntausende zur Flucht gezwungen. Doch bei diesen Angriffen blieb es nicht. Die Armee rückte weiter in die Gebiete vor, die vor einigen Jahren vom s.g. Islamischen Staat durch das multiethnische Militärbündnis der Demokratischen Syrischen Kräfte (SDF) befreit wurden. Mit ihrer Befreiung wurden sie Teil des basisdemokratischen Systems der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien.

    Zur Karawane betonte die Sprecherin Gesa Jonasson: „Wir sind eine vielfältige Gruppe von Menschen und Organisationen aus Europa. Mit der Karawane antworten wir auf den Aufruf kurdischer Organisationen und Gemeinschaften aus Nord- und Ostsyrien, die um internationale Unterstützung und Aufmerksamkeit bitten“.

    Um diese Unterstützung zu geben und Aufmerksamkeit herzustellen, wird die Karawane aus Deutschland über zwei verschiedene Routen, von Hannover und Köln, nach Wien fahren. Zwischenstopps werden in Kassel, Frankfurt, Leipzig, Freiburg, Zürich und München sein. Von Wien, wo weitere Konvois aus anderen Teilen Europas wie Italien zusammenkommen werden, wird sie ihren weiteren Weg über die Türkei nach Syrien einschlagen.

    „Wir werden nicht akzeptieren, dass die wichtigen Errungenschaften in der Region, wie direkte Demokratie durch Kommunen und Räte, die Gleichstellung der Geschlechter und Religionen, erneut durch islamistische Kräfte zerstört werden sollen“, betonteJonasson weiter. „Wir haben die Massaker des Islamischen Staates nicht vergessen, die in der Region, aber auch auf der ganzen Welt stattgefunden haben“.

    Die Karawane kritisiert zudem die Unterstützung der islamistischen Regierung unter Ahmed al-Scharaa durch westliche Staaten. „Während die islamistische Armee die kurdische Bevölkerung vertrieb, besuchte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen al-Scharaa in Damaskus und sicherte ihm Unterstützung in Millionenhöhe zu“.

    Am 23.1. um 8 Uhr wird sich die Karawane von der Kornstraße 17. in Hannover auf den Weg machen. Die Veranstalter:innen rechnen mit viel Unterstützung und einer großen Verabschiedung. Aufgerufen sind alle, sich der Karawane anzuschließen.

    Pressekontakt:
    In Hannover: Gesa Jonasson +49 163 1439287
    Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773


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